Stadtspiegel
lebensart
Mittendrin
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| lebensart Mai 2010 |
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Lebensart Mai 2009
Die Generalversammlung der Kolpingsgeschwister wurde letztmalig von Dieter Kuhfuß geleitet. Er und seine beiden Stellvertreter, Dierk Bußmann und Hans-Gerd Schaal, hatten nach Ablauf ihrer Legislaturperiode von einer Kandidtur zur Wiederwahl abgesehen. Zum neuen Vorsitzenden wurde Hans-Dieter Hallmann und zu seinen Stellvertretern Vera Scheier und Reinhold Grewer gewählt.
Für die traditionelle Sozialspende der Kolpingsfamilie, die aus den Spenden der Kolpingsmitglieder bei der Generalversammlung und Gedenktag sowie der Hälfte der erzielten Zinsen aus 2008 besteht, stehen in diesem Jahr rund 1.000 Euro zur Verfügung. Die Generalversammlung beschloss dieses Geld dem Anfang des Jahres eröffneten Perspektive-Haus in Dorsten zugute kommen zu lassen. In diesem Haus wird jungen Müttern Hilfestellung gegeben, um gegenüber ihrem Kind selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln.
Kirchhellener Kolping-Theater lädt zu vergnüglichen Stunden ins Brauhaus
Lebensart 02.2009
Die Laienspielschar um Leiterin Gabi Niermann-Mies und Bernd Hollender kann beim diesjährigen Ensemble auf bewährte Kräfte bauen. Mit von der Partie sind Matthias Böing, Marie-Luise Eulering, Reinhold Grewer, Andreas ,,Anton" Luerweg, Laura Rentmeister und Doris Wilms. Sie werden erfolgreich einen Angriff auf die Lachmuskeln der Freunde des plattdeutschen Theaters aus- üben.
Gastwirt Jupp Oltmann verdient sein Geld nicht nur mit seiner Wirtschaft, sondern auch über die Vermietung von Zimmern. Zu seinen Mietern gehören die Witwe Niggenbrock, das verblühte Fräulein Friebe und der Student Hannes Struck. Der krankhaft geldgierige Jupp, der von seiner Tochter Marie und dem treuen Dors unterstützt wird, erfährt aus der Zeitung, dass es in seinem Hause einen Lottogewinner respektive eine -gewinnerin gibt und wittert für sich das große Geld. Er versucht ein Stück vom großen Kuchen abzubekommen und macht zunächst den Fräuleins den Hof. Als sich herausstellt, dass diese nicht die Millionengewinner sein können, versucht er, seine 20-jährige Tochter mit dem greisen Faktotum Dors zu vermählen, aber diese wehrt sich natürlich vehement. Maries heimlicher Schatz Hannes und sie ziehen schließlich aus der Verblendung des Vaters ihre Vorteile.
Der Kartenvorverkauf für die aktuelle Spielzeit beginnt am Sonntag, 1.März um 10 Uhr im großen Brauhaus-Saal. Die Termine für ,,Een Millionär in't Hus" sind nach der Premiere am 21. März (18 Uhr) folgende: Sonntag, 22.3. (16 Uhr); Freitag, 27.3. (19.30 Uhr); Samstag, 28.3. (18 Uhr) Sonntag, 29.3. (16 Uhr).
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Plattdeutsche Laienspielschar der Kolpingsfamilie ohne,,Millionär in't Hus"
Mittendrin:04.April 2009
Zwei Ohnmachtsanfalle erschütterten die Theateraufführung der Kolpingsfamilie Kirchhellen nicht. Die Vorstellung wurde unbeeindruckt fortgesetzt, schließlich waren die beiden besonderen Umstände Teil der plattdeutschen Bühnenhandlung. br> Verschiedene Charaktere trafen aufeinander und sorgten für viel Amüsement und Heiterkeit auf den Stuhlreihen. Hineinversetzt ,,in de olle Tied, de sick ömmer geändert het", entwickelte sich die Geschichte um „Een Millionär in't Hus, der wie sich ganz zum Schluss herausstellte, nur eine Hoffnung auf Grund einer Fehlmeldung war. Doch bis das herauskam, verbreitete sich die Freude am Schmieden von gewinnbringenden Heiratsplänen mit einer durch vermeintlichen Lottogewinn vermögend gewordenen Person im Hause des auf Reichtum versessenen Jupp Oltmanns, dessen oftmals überreagierende und listige Art Andreas Luerweg spielte, bis ihn die Ohn- macht matt setzte, weil alle Geldträume auf einem Irrtum beruhten. Ganz schön aufgeweckt war seine Tochter Marie, mit der Laura Rentmeister eine größere Partie gekonnt aufmüpfig und mit Überblick zur Mäßigung der Wunschträume übernommen hatte: ,,Wi het doch allet, wat wi bruck."
Nach vielen früheren Liebhaberrollen war Reinhold Grewer sichtlich gebeugt für seine Aufgabe, einen alten und seinen kleinen Vorteil nicht vergessenden Knecht zu mimen. Als Dors verblüffte er dreisprachig und nutzte den eingeheimsten Szenenapplaus für seine Rolle. ,,Et is allerhöchste Tied", verrichtete er gemächlich jeden ,,0ptrag", wenn er ,,met em Körnken unterstützt worden war.
'Willkommensapplaus empfing die ,,älteren Damen": Die moderne Hanna, die von Doris Wilms forsch dargestellt wurde und die ärmliche, redselige Dina. Wieder einmal holte Marie-Luise Eulering alles aus ihrer Rolle heraus und wenn es sogar ein bisschen mehr war, dann tat es dem Spielkontext gut. Nicht umsonst erhielt sie immer wieder anerkennendes Gelächter. Wie die beiden Frauen sich von Heiratsschwindelopfern zu zickigen Heiratsschwindlerinnen wandelten, wurde vom Publikum mit Wonne verfolgt, in die auch Dors verwickelt wurde. Das Bühnensextett vervollständigte Matthias Böing als durchgängig verdutzter, aber um seine geliebte Marie hartnäckig kämfender Student Hannes. Wortwitz und Lebensweisheiten packten die Darsteller gelungen aus ihren Rollentexten in die Handlung des norddeutschen Autors Hans. E. Jürgensen ein. Mit den Akteuren freuten sich die Regiemannschaft Gabi Niermann-Mies, Reinhold Grewer und Bernd Hollender sowie alle Helfer über den anhaltenden Applaus. Sie haben mit der Modersproake in der stilecht nachgebauten Wirtshauskulisse völl Pläseer bereitet. pn





